Österreichs Arnautovic

Gestern beim EM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan (3:0 Sieg) haben unsere Kicker erstmals gezeigt, dass sie doch Fußball spielen können. Einer hat sich dabei ganz besonders hervorgetan: Marko Arnautovic. Mit 2 Toren und einer herausragenden Leistung steht Marko Arnautovic für den kleinen Lichblick am österreichischen Fußballhorizont der uns alle von der EM-Teilnahme träumen lässt.

Marko Arnautovic applaudiert

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Nun war es natürlich nicht die Leistung von arnautovic alleine, die uns vor den TV-Bildschirmen und im Stadion frohlocken ließ. Insgesamt muss man sagen, dass sich die komplette österreichische Mannschaft im Vergleich zu den katastrophalen Spielen davor, immens gesteigert hat.
Auch „Der Lange“ Stefan Maierhofer hat gestern gezeigt, was ihn im steckt und dass es nur ein paar Freunde und die Bananenschnitte seiner Mama braucht, damit er seine Leistung zum gegebenen Zeitpunkt abrufen kann.
Der Bart steht ihm übrigens gut, damit erinnert er  mich ein wenig an Gerard Butler im Film „300“. Auch wenn ihm ein „Türl“ leider nicht vergönnt war, so hat auch er mit einem Assist und mehreren brandgefährlichen Tor-Chancen einen immensen Teil zum 3:0 Sieg beigetragen.
Doch zurück zum SupertalentStrichSorgenkind Marko Arnautovic.
Da wo Licht ist, ist ja bekanntlich auch viel Schatten. „Marko Arnautovic ist eben nicht wie jeder andere.“ (Zitat: Didi Constantini)
Gott sei Dank sage ich dazu!
Marko Arnautovic hat eine Aufgabe, eine Mission. Er soll den Mut, die Begeisterung und den Spielwitz in die österreichische Mannschaft zurückbringen. Etwas, das – wie es scheint – über die Jahre den österreichischen Fußballern abhanden gekommen ist. Oder es war nie da. Oder sie haben es verlernt. Ich weiß es nicht. Es ist aber auch egal.
Gestern bin ich jedenfalls zum ersten Mal nicht eingeschlafen als ich mit unserer Nationalelf vor dem TV mitgefiebert habe.
Es war eine Freude dem jungen Arnautovic beim Kicken zuzuschauen. Und kicken kann er, das hat er nun bewiesen. Jetzt muss man ihn nur noch lassen und ihm den freiraum lassen um sich zu entwickeln. Dietmar Constantini möchte ihn nicht bändigen und wir wollen nach Krankl, Prohaska (und vielleicht Herzog) endlich eine neue Fußballlegende….