Zeitfresser MMO: Der Fluch des Casual Gamers

MMO mit GTA-Flair: All Points Bulletin

MMO mit GTA-Flair: All Points Bulletin

Ich bin ein großer Fan von MMOs. Nicht umsonst verbringe ich einen großen Teil meiner Freizeit damit, über MMOs zu schreiben. Sie bieten dem Spieler viel mehr Möglichkeiten als es ein typisches RPG oder ein Shooter. Allerdings bin ich von einem Fluch betroffen – der Fluch des Casual Gamers.

Trotz meiner großen Begeisterung für MMOs verbringe ich kaum Zeit damit, sie auch zu spielen. In World of Warcraft schaffte ich es bis Level 48, und das auch nur nach ein paar Anläufen. Spätestens, wenn ich mehr als zwei Stunden am Tag in einem Spiel verbringe, plagen mich nachts im Bett Fragen wie „Was bringt dir das?“ und „Hättest du deine Zeit nicht besser nutzen können?“. Das führt dann zwangsweise immer dazu, dass ich aufhöre.

Ich habe schon unzählige Betas und Trials gespielt. Gekauft hab ich mir bisher nur World of Warcraft und Age of Conan. WoW brachte, wie erwähnt, einen Level 48 Charakter und diverse Twinks hervor, Age of Conan zwei Charaktere um Level 27 rum. Es ist einfach wie eine innere Barriere. Ich schaffe es nicht in den High Content zu kommen.

Das Paradoxon besteht eigentlich darin, dass ich so viel Zeit für MMOs aufwende. Mittlerweile arbeite ich schon auf einen Job hin, der mit der MMO-Branche zu tun hat. Es macht mir einfach Spaß, mich über diese Spiele zu informieren, über sie zu schreiben, Interviews zu führen, und so weiter. Wenn es aber darum geht, sie lange zu spielen… Es klappt einfach nicht ;)

Eine Hoffnung gibt es allerdings noch – das MMO All Points Bulletin. Von den Medien größtenteils ignoriert, entwickelt sich das MMO zu einem echten Schmankerl. Es ist eine Art GTA-Online. Man wählt zwischen Ganoven und Gesetzeshütern, jagt sich in schnellen Autos in die Stadt, hat einen genialen Charaktergenerator und löst seine Probleme mit viel Blei :) Für einen Fan der GTA-Reihe genau das Richtige. Außerdem erhoffe ich mir einfach schnelle und kurzweilige Action. Keine langen Wege und nervige und sinnlose Quests (töte 25 Wölfe und loote 15 Helme von ihnen).

Wie sieht es bei euch aus? Bin ich der einzige, der mehr Spaß an dem drumherum hat als am spielen? Schafft ihr es auch einfach nicht, mal etwas in einem MMO zu erreichen?

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Sandbox MMOs: Trend, Nische oder Abtörner?

Mortal Online: BETA Screenshot

Mortal Online: BETA Screenshot

Mortal Online ist DAS Sandbox-MMORPG auf welches viele enttäuschte Darkfall-Spieler sehnlichst warten. Ein Sandbox MMO in Ultima-Online Manier. Full-Loot, Full-PvP, Housing, Gilden, all das was man sich als Spieler von so manch anderem MMORPG wünscht.
Mehr Freiheiten. Weniger Einschränkungen. Doch zu welchem Preis?
Auch ich war anfangs begeistert von der Idee die hinter Mortal Online steckt und die Philosophie der Entwickler. Doch wenn ich ehrlich bin, muss ich mir selbst eingestehen, dass zuviel Freiheit auch nicht immer Spaß macht.
Mortal Online wird nur in der First-Person-View gespielt. Das heißt, es spielt sich genauso wie ein Shooter. Zudem gibt es keine Minimap auf der man jederzeit sehen kann wo man gerade ist, geschweige denn Questtracker wo man sehen kann, wo man denn nun hinmuss um die nächste Quest zu erledigen.
All das gibt es in Mortal Online nicht. Man ist auf sich allein gestellt, wird im wahrsten Sinne des Wortes nackt ausgespuckt und muss zusehen wie man in der welt von “Nave” gegen die üblichen Ganker und Playerkiller bestehen kann.
Das ist durchaus ein guter und interessanter Ansatz, denn so etwas gibt es noch nicht. Mittlerweile frage ich mich aber, ob ich sowas überhaupt will. Schier unendliche Freiheiten, keine Hilfsanzeigen, keine Map, kein gar nichts.

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World of Warcraft jetzt mit Itemshop

Itemshop für WoW

Itemshop für WoW

Jetzt ist es soweit. Nun springt auch der Goliath der MMOs auf den trendigen Zug der Mikrotransaktionen auf. Blizzards World of Warcraft hat ab sofort seinen eigenen Item-Shop wo sich Spieler ab sofort exklusive (nicht durch Spielen erhältliche) Begleiter, sprich Haustiere, kaufen können. Die Preise dafür sind im Vergleich zur Preispolitik anderer Free-2-Play Anbieter hoch: 10 EUR muss man berappen für einen Pandarenmönch oder einen Mini-Lich K.T. der Kleine.
Das was jedoch vielen Spielern sauer aufstößt ist: World of Warcraft ist nach wie vor ein Pay-2-Play MMO. Das heißt – Man muss monatlich zirka EUR 13,- zahlen um WoW spielen zu können.
Dass nun der Big Player im MMO-Bereich selbst einen Item-Shop umsetzt, wird sich wohl langfristig auch auf die anderen MMOs auswirken. Aufgrund der hohen Spieleranzahl dürfte Blizzard allein mit seinem Itemshop allein schon mehr Umsatz generieren als so manch anderer MMO-Konkurrent durch die gesamten monatlichen Gebühren.

Es ist wohl anzunehmen, dass langfristig auch andere bekannte MMO-Entwickler/Publisher derartige Mikrotransaktionen in Form eines Item-Shops anbieten werden.

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Über den Autor

Joe`s Welt ist ein privater Weblog von Joe Korntheuer, 30 Jahre, selbständiger Mediendesigner aus Wien.
"Ich arbeite seit 2008 als Webdesigner und SEO-Berater in Wien, betreibe nebenbei diverse MMORPG-Fansites (Rift, Mortal Online) und erstelle suchmaschinenoptimierte, barrierefreie Webseiten mit Joomla im Namen von Rauschfrei Media. Dieser Weblog ist ein Potpourri bestehend aus Themen, basierend auf beruflichem Know-How, und subjektiv gefärbten Beiträgen zu Themen die mir wichtig sind."

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