Augen auf beim Parkettboden-Kauf

Beim Kauf eines Parkettbodens sollte man – der Natur zuliebe – auf das FSC-Zertifikat achten, oder sich für heimische Holzarten entscheiden.

Parkett Schauraum von Wohngesund im 3.Bezirk Wien

Parkett Schauraum von Wohngesund im 3.Bezirk Wien

Ich bin ja erst kürzlich umgezogen in eine neu renovierte Wohnung mit neu verlegtem Parkettboden und neuen Fenstern.
In meiner alten Wohnung hatte ich lediglich einen Laminatboden. Ein Parkettboden ist natürlich qualitativ zu bevorzugen, kostet dafür aber auch entsprechend mehr.
In Wien gibt es mittlerweile mehrere Parkettboden-Anbieter die sich den umkämpften Parkettboden Markt teilen.
In unserer unmittelbarer Nähe hat Wohngesund seinen Parkett-Schauraum mit über 100 Holzarten für Parkettböden.
Was viele jedoch nicht bedenken wenn sie sich einen neuen Parkettboden kaufen ist, darauf zu achten, woher den eigentlich das Holz kommt, welches für den Parkettboden verwendet wird.
Wem die Natur am Herzen liegt, der achtet beim Parkettboden-Kauf deshalb auf das FSC-Zertifikat .
Der FSC-Verband (in Englisch: Forrest Stewardship Council) stellt sicher, dass Tropen Parketthölzer nur aus reguliertem Tropenholz-Anbau verwendet werden.


Der FSC-Verband wird von Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace und dem WWF unterstützt und setzt sich für die nachhaltige Bewirtschaftung der tropischen Regenwälder ein.
Wohngesund darf demnach bis 7.4.2010 auf allen Parkett-Produkten, Sockelleisten und Stufen das FSC-Logo anbringen, da diese Produkte den „Chain of Custody“-Bestimmungen von GFA Terra Systems entsprechen.
Danach muss das Zertifikat verlängert werden. Weitzer Parkett verzichtet sogar gänzlich auf die Verwendung von Tropenhölzern bei der Herstellung von Parkettböden wie man hier nachlesen kann. Top!

Die Parkettachse in Wien (www.parkettachse.at)hat zwar auch Holzarten im Angebot die dem FSC-Zertifikat entsprechen, im umfangreichen Angebot findet man dann aber auch Holzarten die nicht FSC-zertifiziert sind.
Leider konnte ich auf der Website von Parkettachse keine weiteren Informationen finden ob auch dieser Parkettboden-Anbieter über ein gültiges FSC-Zertifikat verfügt und seine Parkettboden-Produkte dementsprechend kennzeichnen darf.

Meine Empfehlung:
Parkett von Wohngesund oder Weitzer Parkett kaufen.
Eine große Holzauswahl, freundliche und kompetente Beratung und ein tolles Preis-Leistungsverhältnis. Lediglich die momentane Website lässt  zu wünschen übrig, verwendet Frames (!!) und ist sehr unübersichtlich. In der Parkett-Galerie gibt es jedoch sehr schöne Bilder zu den verschiedenen Parkettböden im Angebot von Wohngesund.

Auch die Webseite von Weitzer Parkett (www.weitzer-parkett.at) ist mir persönlich zu „technisch“ und verspielt. Das Pulldown-Hauptmenü ist einfach furchtbar und lässt sich nur mit viel Geduld überhaupt bedienen.

5 thoughts on “Augen auf beim Parkettboden-Kauf

  1. YPXYLON

    Die „Chain of Custody“ ist ja nix weiter als eine Täuschung der Verbraucher. Beim Mehrschichtparkett wird die Unterlage, also das wertlose Nadelholz zertifiziert und das Edelholz der eigentlichen Deckschicht eben nicht. Und trotzdem ist es ein FSC-zertifiziertes Produkt.
    FSC bringt also auch keine Sicherheit…

  2. joe Post author

    Interessant. So hab ich das noch gar nicht gesehen. Werde dahingehend noch etwas recherchieren.
    Der FSC-Verband an sich ist ja auch nicht unumstritten….

    mfg
    Joe

  3. parkettachse

    lieber joe,

    kleine richtigstellung zum „chain of custody“ zertifikat des FSC verbandes: die inhaber dieses zertifikates dürfen nicht „auf allen Parkett-Produkten, Sockelleisten und Stufen das FSC-Logo anbringen“, sondern selbstverständlich nur auf jenen produkten, die auch tatsächlich FSC zertifiziert sind.

    das COC zertifikat sagt noch nichts darüber aus, ob und wieviel FSC produkte tatsächlich verkauft werden.

    liebe grüße,

    parkettachse wien