Das richtige CMS – Die Qual der Wahl

TYPO3 - populäres CMS

TYPO3 CMS Logo

Wem eine statische HTML-Webseite zuwenig ist und wer die Website-Inhalte selbst aktualisieren und einpflegen will, der kommt nicht um ein CMS-System herum.
Für viele Webdesigner und Webdesign Agenturen wie beispielsweise die Internetagentur München, stellt sich dann die Frage welches CMS-System man langfristig ins Produkt-Portfolio aufnimmt.
Oft reichen die Ressourcen nicht aus, im Produktportfolio alle CMS-Syteme anzubieten und man muss sich für ein CMS entscheiden.

 

 

TYPO3, Joomla, WordPress oder Drupal

Diese 4 CMS-Systeme zählen derzeit zu den populärsten (kostenfrei nach GPL) Content Management Systemen. Alle 4 haben jedoch unterschiedliche Stärken und Schwächen die es abzuwägen gibt.
WordPress (offizielle WordPress Website) hat sich über die Jahre von einem Blog-Skript zu einem hochwertigen CMS weiterentwickelt und mittlerweile ist WordPress auch für kleine bis mittelgroße Unternehmenswebsites gut geeignet.
Schwächen zeigt WordPress bei Community-Features wie Foren oder der Implementierung eines professionellen Newsletter-Systems. Zu den Stärken von WordPress zählt eine vorbildliche Permalinks-Struktur, SEF-Funktionalität (suchmaschinenfreundliche URLS), Multidomain-Fähigkeit, leichte Bedienbarkeit und eine steile Lernkurve.

Joomla (Link: offizielle Joomla Website) hat in den letzten Monaten enorme Versionssprünge von 1.5 auf 1.6 und schließlich auf 1.7 hinter sich gebracht. Zu den größten Neuerungen zählt hierbei das aufgebohrte Rechte-Management das es nun erlaubt individuelle Rechte nach Benutzergruppen zu vergeben (Seit Version 1.6).
Im Vergleich zu WordPress und TYPO3 gestaltet sich die Benutzung etwas schwieriger und ist – für Neueinsteiger – gewöhnungsbedürftig, und nicht so leicht zu durchschauen. Ein weiterer großer Nachteil von Joomla ist, dass es nach wie vor von Haus aus nicht multi-Domain fähig ist. Diese Feature kann man höchstens mit zusätzlichen Addons (sogenannten Komponenten) wettmachen.
Hier hat TYPO3 klar die Nase vorne, mehrere Domains mit nur einer TYPO3 Installation sind kein Problem. Bei Joomla rate ich davon ab, ausser man weiß genau was man tut.
Die SEO-Möglichkeiten sind bei Joomla zwar vorhanden, allerdings nicht optimal in die Benutzeroberfläche integriert, sodaß man sie leicht übersieht.
Hier besteht definitiv Verbesserungspotential!
Wer jedoch eine umfangreiche Community-Webseite erstellen will, der ist mit dem Joomla CMS gut beraten, da es mittlerweile einige sehr gute, auch kostenlose, Community-Komponenten gibt.

TYPO3 (offizielle Typo3 Website)ist das CMS für Werbeagenturen und Webdesign-Agenturen schlechthin. TYPO3 eignet sich hervorragend für mittlere wie auch größere Webseiten und ist noch immer die 1.Wahl für Marken-Unternehmen im professionellen Webdesign und Online-Marketing Bereich. TYPO3 verfügt bei Bedarf ebenfalls über suchmaschinenfreundliche URLs und zahlreiche SEO-Einstellungsparamter, sowie ein Vielzahl an kostenlosen Erweiterungen.

Drupal (offizielle Drupal Webseite) ist neben Joomla ebenfalls ein CMS welches sich optimal für News-Webseiten und Communitys bewährt hat. Persönlich konnte ich bislang nur wenig Erfahrung mit Drupal machen. Bisher habe ich bei einem Freund lediglich einen Blick ins Backend werfen können. Mein Ersteindruck war jedoch ernüchternd – als bekennender Joomla-User konnte ich mich nur schwer zurechtfinden.

Nichtsdestotrotz ist die Wahl des CMS oft eineideologische Frage. Meist bleibt man bei dem CMS mit dem man angefangen hat. Wer jedoch im kommerziellen Bereich Webseiten erstellt, der sollte über die Stärken und Schwächen der einzlenen CMS Bescheid wissen.
Wofür Joomla zu groß ist, könnte WordPress ideal sein. Eine CMS in ein Korsett zu zwängen und für ein Webprojekt auszuwählen, nur aufgrund persönlicher Vorlieben, kann langfristig ins Auge gehen.

2 thoughts on “Das richtige CMS – Die Qual der Wahl

  1. Rudolf Bösiger

    Guten Tag. Unsere Erhebung von Webprojekten (www.webkalkulator.com) zeigt, dass eben gerade diese 4 CMS zu den beliebtesten gehört. Einzig Contao liesten Sie nicht auf, das auch sehr stark eingesetzt wird. Interessant zu wissen sind evt. die Projektbudgets, die hinter den CMS stecken: Da steht typo3 und Drupal (6000-7000 Euro) vor joomla! (knapp 4000 Euro) und WordPress (2300 Euro).Viele Grüsse.